Schnaps - so wird's gemacht

Likör aus Holunderblüten selbst hergestellt.

Vor Kurzen hat sich Frau die Frage gestellt: Wie macht man eigentlich Likör selber?
Schließlich ist ja selfmade in aller Munde.
Etwas Regionales soll es sein, etwas, dass nach Heimat schmeckt.
Da von Mai bis Juni überall in den Gärten und Waldrändern Holunderbüsche über und über mit Ihren weißen Blüten zu finden sind, ist die Wahl nicht schwer gefallen.
A Hollaschnaps werd's!

So wird's gemacht:

  •     10 Holunderblüten
  •     180 g Zucker
  •     5 g Zitronensäure
  •     700 ml Korn oder Wodka

Holunderblüten gut abschütteln und auf Ungeziefer untersuchen, nicht waschen, da sonst Aroma verloren geht. Die Blüten grob von den grünen Stengeln trennen und in ein Einmachglas geben. Wichtig ist, dass das Glas zuvor mit heißen Wasser ausgespült worden ist. Danach den Zucker und das Zitronensäurepulver (Zitronensaft ist auch möglich) darauf geben und das Ganze mit dem Alkohol bedecken (30% Alkohol reichen, es kann aber auch ein höher prozentiger Alkohol genommen werden und evtl. anteilig Wasser dazu gemischt werden). Das fest verschlossene Glas dunkel in einem warmen Raum ruhen lassen und jeden Tag einmal schütteln damit sich der Zucker gut auflösen kann. Nach zwei Wochen die Flüssigkeit filtern und in Flaschen abfüllen.
Um einen intensiveren Geschmack zu erhalten, lässt man Ihn noch gut zwei weitere Wochen ruhen.

Zum Glück ist die lange Warterei bereits vorbei und wir können den Trunk endlich verkosten:
Mechst as ned glaum, guad is a!
Was das Besondere ist, weg vom Massenprodukt, hin zum Individuellen, denn wer's selber macht, kann den Geschmack selber variieren und weis wo es herkommt (bzw. wer das Gesöff verbrochen hat).
Eigentlich doch garnicht so schwierig oder?

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